Die Technik des seitlichen Schlitzes gilt als eine der größten Innovationen im Bereich der Haarwiederherstellung.

Kurz gesagt, es ist eine innovative Methode, um die Empfängerstellen zu schaffen, an denen die transplantierten Transplantate platziert werden sollen.

Mit der lateralen Schlitztechnik ist es möglich, äußerst natürliche Ergebnisse zu erzielen, die den Wachstumswinkel und die Richtung der einheimischen Haare perfekt ersetzen und gleichzeitig das Narbengewebe minimieren.

Der Erfinder der lateralen Schlitztechnik ist Dr. Jerry Wong, der 2011 von der ISHRS für seinen außergewöhnlichen Beitrag auf dem Gebiet der Haarwiederherstellung mit dem renommierten Golden Follicle Award ausgezeichnet wurde.

Dr. Wong hat die Technik des seitlichen Schlitzes entwickelt, um möglichst natürliche Ergebnisse zu erzielen, da er der Meinung ist, dass zu diesem Zeitpunkt noch kein Chirurg sich ausreichend darauf konzentriert hatte, wie die Haare innerhalb einer follikulären Einheit positioniert sind und wie sie auf die Kopfhaut ausgerichtet sind.

Nach Ansicht von Dr. Wong wurden diese beiden Elemente von den Chirurgen unterschätzt, die bis zu diesem Zeitpunkt die Schnitte parallel zur Wachstumsrichtung der Haare machten (Sagittaltechnik).

Daher entschied sich Dr.Wong, den Inzisionsgrad drastisch zu ändern, so dass er senkrecht zur Wachstumsrichtung des Haares liegt. Dr. Wong bemerkte, dass durch die Drehung dieses Winkels um 45 Grad die Ergebnisse nicht nur natürlicher waren und die Richtung der einheimischen Haare perfekt ersetzten, sondern dass auch eine bessere Abdeckung der behandelten Bereiche erreicht werden konnte und dass es möglich war, den Austrittswinkel und die Richtung vollständig zu kontrollieren.

Die Technik des seitlichen Schlitzes wurde mit dem Hasson-Cutter weiterentwickelt, einem speziellen Instrument, das entwickelt wurde, um die chirurgischen Klingen zu schmieden, die auf die Maße der einzelnen follikulären Einheit zugeschnitten sind.

Die laterale Schlitztechnik ermöglicht nicht nur eine perfekte Nachahmung der natürlichen Haarausrichtung, sondern hat auch den Vorteil, dass durch den Einsatz maßgeschneiderter Klingen ein weniger Trauma im Empfängerbereich entsteht. Die durchgeführten Schnitte sind weniger tief und haben eine Länge zwischen 0,6 und 1,2 mm.

Bei weniger tiefen Schnitten wird die Schädigung des subdermalen Gefäßgeflechts reduziert. Dies ist vor allem bei Mega-Strip- oder FUE-Sitzungen sehr wichtig.

Die vollständige Kontrolle der Winkel und der Richtung, die mit dem seitlichen Schlitz möglich ist, ermöglicht es, auch die Bereiche zu behandeln, die sehr spitze Winkel aufweisen, wie die Koteletten oder die Parietalen.

Der seitliche Schlitz ermöglicht es, durch die senkrechte Ausrichtung der Schnitte einen besseren Abdeckungseffekt zu erzielen. Die mikroskopische Präparation jeder einzelnen follikulären Einheit ist von grundlegender Bedeutung, um eine größtmögliche Natürlichkeit zu erreichen und den Überschuss an Bindegewebe zu beseitigen.

Wenn das Ziel der Operation darin besteht, die größtmögliche Dichte zu erreichen, werden die follikulären Einheiten so vorbereitet, dass sie sehr nahe beieinander liegende Schnitte ermöglichen (dichte Packung). In einigen Fällen werden das Triple und das Quadrupel geteilt, um sehr enge und weniger tiefe Schnitte zu machen, die es ermöglichen, ein sehr natürliches Ergebnis zu erzielen. Beim seitlichen Schlitz wird die Dichte durch sehr enge Schnitte und nicht durch die Veredelung einer größeren Anzahl von Haaren pro follikulärer Einheit erreicht. Mit dem seitlichen Schlitz können Dichten zwischen 35 und 90 follikulären Einheiten pro cm2 erreicht werden.

Die laterale Schlitztechnik weist daher viele Vorteile gegenüber anderen Methoden auf, die zur Erstellung der Empfängerseiten implementiert wurden.

Wenn wir einige der möglichen Nachteile dieser Technik aufzeigen wollen, können wir die Tatsache erwähnen, dass die vollständige Beherrschung dieser Technik viel Zeit und Erfahrung erfordert und dass, wenn derjenige, der sie durchführt, nicht ausreichend vorbereitet ist, die möglichen Schäden erheblich sind (insbesondere die Bildung von nekrotischem Gewebe in einigen Bereichen), insbesondere bei dem Versuch, eine dichte Packung durchzuführen (zahlreiche Schnitte in einem kleinen Bereich der Kopfhaut).

 

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